Startseite > Bischoefliche Stiftung richtet Soforthilfefonds fuer Frauenhaeuser ein

Bischoefliche Stiftung richtet Soforthilfefonds fuer Frauenhaeuser ein

Der Beirat der Bischöflichen Stiftung „Hilfe für Mutter und Kind“ hat beschlossen, für einen Zeitraum von drei Jahren einen Soforthilfefonds für die fünf katholischen Frauenhäuser im Bistum Aachen einzurichten, , mit dabei ist das Frauen- und Kinderschutzhaus des SkF Krefeld. Der Fonds wird mit einem jährlichen Betrag von 25.000 Euro für alle 5 Häuser, also 5.000 Euro für jedes Haus, aus Stiftungsmitteln ausgestattet. Er ist zunächst bis 2021 befristet.

„Frauenhäuser sind ein wichtiges Glied in der Kette von Hilfen für Mütter und Kinder. Gerade für Frauen, die häusliche Gewalt erfahren haben, sind sie ein Zufluchtsort. Zwar erfolgt die Finanzierung dieser Häuser über öffentliche Mittel. Aber es gibt Ausgaben in den Häusern, die nicht gedeckt sind, aber unbürokratisch und schnell bewilligt werden müssen. Deshalb hat die Bischöfliche Stiftung den Soforthilfefonds eingerichtet“, sagt Martin Novak, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung.

Die Stiftung sei damit einer Bitte der fünf katholischen Frauenhäuser in Aachen, Erkelenz, Krefeld, Mönchengladbach und Viersen nachgekommen, fährt Novak fort. „Gemeinsam mit den Frauenhäusern hat die Stiftung einen Kriterienkatalog entwickelt, welche Kosten förderfähig sind. Damit möchte die Stiftung sicherstellen, dass der Soforthilfefonds möglichst nah dran ist an den Notwendigkeiten der Frauenhäuser.“ Fördermittel aus dem Soforthilfefonds werden von der Stiftung nur bewilligt, wenn sichergestellt ist, dass die Träger der Frauenhäuser keine ausreichenden eigenen oder Finanzmittel anderer Kostenträger einsetzen können.

Tanja Himer, die Geschäftsführerin des SkF Krefeld, sagte, der Mangel an bezahlbarem Wohnraum sei für das Frauenhaus des Verbandes ein großes Problem. Doch auch die täglichen Aufgaben im Frauenhaus wie in Notsituationen bei Kosten zur Beschaffung von Ausweispapieren, Rechtsanwaltsgebühren oder Fahrtkosten zu Botschaften in andere Städte stellen die Arbeit vor große Herausfoderungen. Hier kann mit Hilfe des Fonds unbürokratisch Abhilfe geschaffen werden und dies sei für den Verband eine große Entlastung.

Seit 2002 unterstützt die Bischöfliche Stiftung „Hilfe für Mutter und Kind“, die der Bischof von Aachen und der Caritasverband für das Bistum Aachen gegründet haben, das große Netzwerk kirchlicher Beratungsdienste, Einrichtungen und Hilfsangebote für schwangere Frauen, Mütter und Kinder, Paare und Familien in Notlagen. Die Stiftung will einen Beitrag dazu leisten, die Lebensbedingungen für Kinder und Familien im Bistum Aachen dauerhaft zu verbessern. Ihr Anliegen ist es insbesondere, die vielfältigen Maßnahmen für den Schutz ungeborener Kinder zu unterstützen und auch kirchliche und caritative Angebote für die Zeit nach der Geburt zu fördern. Die Stiftung verfügt über ein Stiftungskapital von rund einer Million Euro. Seit 2004 hat sie rund 428.000 Euro an kirchliche Träger vergeben.

www.mutterundkind-stiftung.de

Martin Novak, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Mutter-und-Kind-Stiftung mit Vertreterinnen der Frauenhäuser im Bistum Aachen

Zurück